Der weibliche Zyklus und Eisprung

Der weibliche Zyklus und Eisprung

Der weibliche Zyklus und Eisprung

 

 

Der weibliche Zyklus besteht aus folgenden Phasen:

 

1. Zyklushälfte

Follikelphase: der erste Zyklustag beginnt mit dem ersten Tag der Regelblutung, in den Ovarien reifen Eibläschen. Nur eins der Eibläschen entwickelt sich in der Regel zum sprungbereiten Leitfollikel. Geschieht es doch einmal, dass sich mehrere Eibläschen weiter entwickeln und auch mehrere befruchtet werden, entstehen Mehrlinge. Die Dauer der Follikelphase ist variabel und endet immer zum Zeitpunkt des Eisprungs. Bei einem Zyklus von 28 Tagen ist sie etwa 14 Tage lang. Bei einem Zyklus von 35 Tagen dauert sie etwa 21 Tage.

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Zyklusmitte

Ovulationsphase: die fruchtbarste Zeit, rund um  den 14. Zyklustag (je nach Zykluslänge) kündigt ein rascher Anstieg von luteinisierendem Hormon (LH) den bevorstehenden Eisprung an. Etwa 36 Stunden nach dem LH-Anstieg erfolgt der Eisprung. Unter Eisprung oder Ovulation versteht man das Loslösen der Eizelle aus dem Eierstock (Ovarien). Das ist der Zeitpunkt in Ihrem Monatszyklus, an dem Sie Ihre fruchtbaren Tage haben - also bereit für eine Empfängnis sind. Das größte Ei wird in die Beckenhöhle hinabgelassen und in die Eileiter gespült. Welcher Ihrer beiden Eierstöcke die Eizelle loslässt, ist weitgehend willkürlich.

 

2. Zyklushälfte

Lutealphase (oder auch Gelbkörperphase): die Zeit nach Ovulation bis zur nächsten Regelblutung. Nach einer Befruchtung und Einnistung in die Gebärmutter wird das Gelbkörperhormon produziert, die Regelblutung bleibt aus und man spricht von einer Schwangerschaft.

 

Wann sind fruchtbare Tage?

Die fruchtbarste Zeit sind 72 Stunden vor und 24 Stunden nach dem Eisprung. In dieser Zeit müssen Sie Geschlechtsverkehr haben. Der Grund dafür ist, dass Spermien 72 Stunden lang leben, aber eine Eizelle bereits 24 Stunden nach der Ovulation abstirbt, natürlich nur, wenn sie nicht befruchtet wurde.

Wenn Sie Geschlechtsverkehr in dieser Zeitspanne um den Eisprung herum haben, dann stehen die Chancen für Sie gut: Normale, gesunde Paare haben in jedem Zyklus eine 25-prozentige Chance, ein Baby zu zeugen. Das bedeutet, dass 75 bis 85 Prozent aller Frauen innerhalb eines Jahres schwanger werden, wenn sie nicht verhüten.

Sie können die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft erhöhen, indem Sie sich mit Ihrem Zyklus und den monatlichen hormonellen Schwankungen in Ihrem Körper vertraut machen und regelmäßig Ihre Basaltemperatur messen. Wenn Sie diese Daten in einen Eisprungkalender eintragen, dann können Sie besser einschätzen, wann Ihre fruchtbaren Tage jeden Monat zu erwarten sind.
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Wie kann ich meine fruchtbaren Tage berechnen?

Ihre fruchtbaren Tage rund um den Eisprung sind hauptsächlich von Ihrem normalen Zyklus abhängig. Viele Portale bieten einen kostenlosen Eisprung-Rechner an.

Die beste Methode, Ihre Fruchtbarkeit zu bestimmen, ist, auf Ihren Körper zu achten. Man kann lernen, die Anzeichen des Eisprungs wahrzunehmen.



Der Gebärmutterschleim verändert sich. Im Verlauf Ihres Zyklus ändert sich die Menge und Konsistenz des Gebärmutterschleims. Je stärker er fließt und sich verändert, desto mehr Östrogen fließt durch Ihren Körper. Sie sind am fruchtbarsten, wenn der Schleim durchsichtig und schlüpfrig ist und sich in die Länge ziehen lässt. Die Konsistenz ist rohem Eiweiß sehr ähnlich.

Der Zweck des Schleims ist es, das Sperma auf seinem Weg zum Eileiter (wo die Eizelle auf die Spermie wartet um befruchtet zu werden) zu ernähren, zu beschützen und zu beschleunigen.


Ansteigen der Körpertemperatur. In Folge des Eisprungs kann Ihre Körpertemperatur, die so genannte Basaltemperatur, zwischen einem halben und 1,6 Grad Celsius ansteigen. Sie werden diese Erhöhung nicht spüren, aber Sie können sie mit einem digitalen Thermometer genau messen. Die Temperaturspitze zeigt an, dass der Eisprung stattgefunden hat. Das kommt daher, dass das Ei die Produktion des Hormons Progesteron anregt, das wiederum die Körpertemperatur ansteigen lässt.